


Roman von Johann Wolfgang Goethe,
Szenische Lesung mit Stefan Dehler, Christoph Huber und Tasha Skowronek
zum programm
Werther schreibt sich die Seele aus dem Leib, so scheint es. Seine Briefe an den besten Freund zeichnen in grellen Farben das Bild eines orientierungslosen Menschen, zerrissen zwischen unbändiger Lebensgier und demoralisierendem Weltekel. Die Hierarchie und die Konventionen des absterbenden anciem régime, die moralische und philosophische Enge in Köpfen des Bürgertums, die biedere Bildungsbeflissenheit, die Obrigkeitshörigkeit und der Geschäftsinn seiner Mitmenschen - all dies stürzt Werther in tiefste Verzweiflung. Erleichterung findet er allenfalls in der Betrachtung unberührter Natur. Sein Leben erfährt eine ungeahnte Wendung zum Rauschhaften, als er Lotte, die bereits verlobte Tochter des Wetzlarer Amtmanns, begegnet. Beflügelt von dem Gedanken, die Zuneigung und die Liebe dieses Mädchens zu erringen, wird er völlig blind für die Spielregeln der Gesellschaft. Bestürzt liest sein bester Freund aus den schwärmerischen Briefen, wie sich Werther zum untragbaren Ärgernis seiner Mitmenschen entwickelt - und schließlich jede Hoffnung auf Glück mit einem Pistolenschuss zunichte macht.
Tasha Skowronek, Christoph Huber und Stefan Dehler stellen die wesentlichen Passagen aus Goethes epochemachenden Briefroman in einer szenischen Lesung vor und geben Goethes Helden Stimme und Gestalt.
Ab einer Zuschauerzahl von 80 Schülerinnen und Schülern gastiert die Produktion auch in Schulen. Anfragen und Informationen unter 0551 / 6345700 oder unter info@stille-hunde.de